Kumquat

Kumquat – Zitrus für Kenner

Kumquats sind aufgrund ihrer üppigen Fruchtstände besonders dekorativ und mit einem etwas geringer Wuchs besonders handlich. Die herrlichen Kumquat kaufen kann man in unserem Orangerie-Shop. Kumquats sind aus China stammenden Zitruspflanzen und werden botanisch unter der Gattung Fortunella zusammengefasst. Die ursprüngliche Bedeutung dieser Bezeichnung entstammt dem Mandarin und steht für „Mandarine“ oder „Orange“ und noch früher für „gold“. Kumquat werden international angebaut, Anbaugebiete finden sich in Asien, Amerika, Afrika und Südeuropa.

Kumquats haben essbare Früchte, die lange am Baum bleiben und aufgrund ihrer ovalen Form besonders attraktiv wirken. Sie tragen wenig bis gar keine Dornen und tragen dunkelgrüne, lanzettartige Blätter, die wie bei den Mandarinenbäumen oder Orangen sehr elegant wirken. Die pflaumengroße Frucht mit goldgelber Schale ist süß und gut im Ganzen essbar, ein Klassiker ist auch Kumquat-Marmelade. Natürlich sind Kumquat auch gesund, sie enthalten wie alle Zitruspflanzen viel Vitamin C sowie Kalium und ein wenig Kupfer. Kumquatfrüchte lassen sich auch einlegen, z.B. in Rum, als Cocktailfrucht machen Sie sich gut z.B. im „Bombay Crushed„.

Wunderschöne Kumquat-Plantagen können in Südfrankreich besichtigt werden. Die Früchte werden u.a. kandiert. Eine Besonderheit sind Calamondin als Kreuzung von Mandarine und Kumquat, da man sie auch als Zimmerpflanze halten kann.

Kumquat

Kumquatbaum auf Korfu (Foto: Michael Gesele)

Herkunft und Ursprung der Kumquat

Der Gattungsname geht auf den englischen Botaniker Robert Fortunes zurück, der im 19. Jahrundert ovale Kumquats von seinen Forschungen in China mit nach London brachte. In der Gattung Kumquat ist die Art Fortunella margarita mit ihren charakteristischen Früchten der häufigste Vertreter.

Kumquatarten und -sorten

Die gängigsten Arten sind Foruntella margarita (ovale Früchte), Fortunella japonica (runde Früchte) oder Fortunella hindsii (Mini- oder Hongkong-Kumquats). Fortunella hindsii ist besonders klein-, ja fast zwergwüchsig und trägt mehr Dornen als Fortunella margarita. Die Früchte sind rund wie bei Fortunella japonica. Eine weitere Besonderheit sind weiße, kleine Blüten. Aufgrund ihres kleinen und vor allem schwachen Wuchses ist Fortunella hindsii bei Bonsai-Liebhabern recht beliebt. Als gängigste Sorte Kumquat kaufen Sie in der Regel Fortunella margarita, da sie aufgrund ihrer ovalen Frucht besonders exotisch aussieht.

Etwas aus der Reihe fällt die recht verbreitete Calamondin, die man auch im Orangerie-Shop kaufen kann (xCitroforunella microcarpa, Citrus mitis), die wahrscheinlich eine Kreuzung aus Mandarine (Citrus reticulata) und Kumquat (Fortunella sp.) ist, und daher auch zu den Mandarinen gezählt wird. Calamondin gelten als eine der wenigen Zitrusarten, die auch als Zimmerpflanze gehalten werden kann. Calamondin stammen von den Philipinen, von wo aus sie sich nach China und Indonesien, dann Indien und bis in die USA und Europa ausbreiteten. Ältere Exemplare der Calamondin können ausgepflanzt bis zu sechs Meter hoch werden, in der Kübelkultur dürfte eine Höchstgrenze von drei Metern das Maximum sein. Calamondin sind besonders attraktive Bäumchen, die Massen von Blüten und Früchten produzieren. Sie sind toleranter gegen geringes Licht sollten aber regelmäßig mit Wasser, idealerweise Regenwasser abgesprüht werden, wenn sie im Haus oder in der Wohnung gehalten werden.

Weitere Kreuzungen mit Kumquat sind Limequat, bei der Limetten (Citrus aurantiifolia) mit Fortunella margarita gekreuzt wurden, und Kucle als Kreuzung von Fortunella margarita und Mandarinen (Citrus reticulata).

Pflege von Kumquat

Kumquats gelten als etwas winterhärter als die anderen Zitrusarten, allerdings sollte der Laie sie unter gleichen Bedingungen überwintern wie Zitronen, Orangen & Co. . Aufgrund der größeren Frostresistenz wurden einige Kreuzungen mit weniger frostharten Pflanzen durchgeführt. So ist etwa die mittlerweile bekanntere Limequat entstanden.

Die Blüteperiode der Kumquats beginnt, wenn die überreifen Früchte im Frühjahr abgefallen oder abgeerntet worden sind. Die Blütezeit ist auf 12 – 20 Tage beschränkt. Die entstehenden Früchte sind essbar, die Schale wird mitgegessen.

Für die Pflege, aber auch die Erwartung an Kumquat-Pflanzen ist deren „Alternanz“-Verhalten wesentlich. Die Pflanze blüht und fruchtet nicht durchgehend, sondern „pausiert“ nach einem üppigen Fruchtjahr. Wer dann eine mit vielen goldorangenen Früchten gekauft hat, ist häufig enttäuscht, wenn im nächsten Jahr deutlich wenigern an Blüten und Früchten entsteht. Häufig wird die Pflanze in der Pflege vernachlässigt, im Ergebnis trägt die Pflanze dann überhaupt nicht mehr. Ergo: Kumquat braucht ein wenig Geduld, die sich aber auszahlt.

Da Kumquats gerne als Zimmerpflanzen gehalten wird, muss im Winter vor allem auf die richtigen Überwinterungsbedingungen geachtet werden. Beheizte Räume mit geringer Luftfeuchtigkeit sind besonders problematisch.

Literatur:

Tintori, Giorgio und Sergio: Zitrusbäume im Zieranbau, Oscar Tintori 2000

Klock, Peter/Klock, Monika/Klock, Thorsten: Das große Ulmer-Buch der Zitruspflanzen, Stuttgart 2007

Maier, Hans-Peter: Zitruspflanzen – Schritt für Schritt zum eigenen Zitrusparadies, München 2006

Page, Martin: Growing Citrus – How to grow citrus in containers, conservatories and the open garden, Portland, London 2008

Autor: Dr. Dominik Große Holtforth

Fragen & Antworten zum Thema

  1. Pingback: Die Frucht des Monats: die Kumquat - Doodad

Kommentare sind geschlossen.