Zitronenbaum umtopfen
Topf & Erde
Den Zitronenbaum umtopfen ist eine wichtige Voraussetzung für ein gutes Wachstum, für viele Blüten und Früchte. Entscheidend für das vitale Gedeihen aller Zitruspflanzen ist vor allem die Auswahl des richtigen Topfes und der passenden Pflanzerde. Diese müssen auch regelmäßig, aber in eher größeren Abständen durch ein Umtopfen gewechselt werden.
Zitronenbaum umtopfen
Wenn es Frühling wird und die Narzissen und Forsythien blühen, können mediterrane Kübelpflanzen aus dem Überwinterungsquartier geräumt werden. Jetzt ist auch die Zeit, wenn sie den Zitronenbaum umtopfen wollen und den Zitruspflanzen bei Bedarf einen neuen Topf zu verpassen und sie zu schneiden.
Um ideales Wachstum der Pflanze zu ermöglichen, ist ein regelmäßiges Umtopfen vor Beginn der Vegetationsperiode, also im Frühjahr sinnvoll. Allerdings gilt auch hier: Weniger ist Mehr! So müssen Zitruspflanzen mit ihren empfindlichen Wurzeln, die nur langsam wachsen, nur alle zwei bis drei Jahre umgetopft werden. Indikator für das nötige Umtopfen sind aus dem Topfloch quillende Wurzeln.

Ist dann aber der Lebensraum für das Wurzelwerk der Pflanze zu klein geworden, Nährstoffe im Substrat verbraucht oder dieser ist zu einem großen Teil vom Wurzelwerk verdrängt worden, dann ist das Umtopfen unvermeidlich. Beim Umtopfen wird gegebenenfalls die salzreiche Erde an der Oberseite des Topfballens vorsichtig gelöst und bei stark durchwurzelten Pflanzen die Wurzeln am Topfrand ebenfalls leicht aufgelockert. Es wird nun etwas Erde in den neuen, größeren Topf gefüllt und dieser mit einem Ruck hingestellt – dadurch setzt sich die eingefüllte Erde. Die Pflanze wird nun in die Mitte des Topfes gesetzt; ringsum wird mit beiden Händen Erde angefüllt und mit den Fingern etwas verdichtet. Der neue Topf sollte dabei am Rand ca. 2 cm größer sein als der bisherige. Nach dem Topfen muss die Pflanze noch angegossen werden.
Passende Pflanzerde für Ihre Zitruspflanze
Die Erde, die beim Zitronenbaum umtopfen verwendet wird, sollte ein wasserdurchlässiges, strukturstabiles Substrat sein. Im Handel ist Zitruserde erhältlich, eine Alternative kann auch eine gute Kakteenerde sein.
Man kann auch eine weniger teure Eigenmischung aus guter Gartenerde, Quarzsand und z.B. Bruchkies verwenden. Wichtig ist, dass die Pflanzen in einem strukturierten, wasserdurchässigen Substrat wachsen können. So sollte auch im unteren Drittel des Topfes eine Drainage aus Kies oder Poroton eingebracht werden, die den Wasserabfluss erleichtert.
Der geeignete Topf für Ihre Zitruspflanze
Die Pflanze wird am Besten in einem (Ton-)Topf mit Loch gepflanzt. Der Tontopf bietet neben der hohen Standfestigkeit auch Vorteile in der Pufferung von hohen Wasser- und Salzgehalten. Zudem findet durch die Poren eine minimale Belüftung des Wurzelbereiches statt. Der Topf sollte auf Tonfüße gestellt werden, die helfen, Staunässe zu vermeiden. Eine Auswahl hübscher Tonfüße finden Sie auch im Orangerie-Shop.
Die Qualität des Substrats ist entscheidend für das Wurzelwachstum und damit für das Wachstum der Pflanze insgesamt. Daher empfiehlt sich bei einem Neukauf einer Pflanze, dass man diese aus dem Topf nimmt, um den Zustand des Substrats und der Wurzel zu überprüfen. Häufig stehen die Pflanzen in einer lehmigen Erde, die nicht den Idealvorstellungen entspricht. Diese Erde ist im Sommer ein guter Feuchtigkeitsspeicher, kann aber im feuchteren Herbst zu Feuchtigkeitsschäden führen. Daher sollte sie im nächsten Frühjahr nach dem Kauf, also nach der ersten Überwinterung behutsam entfernt werden.
Literatur:
Peter Klock/Monika Klock/Thorsten Klock: Das große Ulmer-Buch der Zitruspflanzen, Stuttgart 2007
Maier, Hans-Peter: Zitruspflanzen – Schritt für Schritt zum eigenen Zitrusparadies, München 2006
Page, Martin: Growing Citrus – How to grow citrus in containers, conservatories and the open garden, Portland, London 2008
Martin Page: Growing Citrusconservatories and the open garden, Portland, London 2008
